„Hört auf euere Hände“ fordert Lee Sanghyeok mit seinem Möbelstück. Die Schubladen sind alle im Inneren verbunden – mit einem Raum aus Luft. Schließt man eine Schublade so erzwingt man das Öffnen einer Anderen. Es ist ein Dialog mit den menschlichen Sinnen, der Tisch reagiert bewusst auf das was wir mit unseren Händen machen. Ein leichterer Druck auf die Schubladen hält die anderen in ihrer Position, die Kommunikation ist notwendig. So müssen wir auf unsere Hände hören um das Möbelstück damit zu steuern.





Wodurch sich das slowakische Designstudio ALLT inspieren lassen hat, dürfte hier unschwer erkennbar sein. Die entstandene Möbelkombination Hightstack und Lowstack scheint wie ein großer Stapel von unbehandelten Holz, aus dem Lagerbereich eines Sägewerkes. Gerfertigt wird die Sitzbank und das Regal aus unbehandeltem Fichtenholz, welches sich theoretisch endlos stapeln lässt.




Die Verwendung von recycelten Materialen ist nicht nur eine verantwortungsvolle Sache, es können dadurch sogar sehr interessante und schöne Möbelstücke entstehen. Yoav Avinoam presste Späne (Abfall aus der Holzindustrie) mit Harz in eine Form, welche bereits die Beine des Möbelsstücks beinhalteten. Der Prozess ermöglicht eine feste Verbindung zwischen den Füssen und der Sitzfläche. Zum Rand hin verbröseln die Späne und geben der Möbelserie so eine ganz besondere und eigene Ästhetik.



Das Remix Sideboard wurde exklusiv von The Hansen Family aus dem Sauerland für die Marke Tivoli gebaut. Erinnert ihr euch noch an die Zeit wo Audio-Systeme und TV-Geräte in einem hölzernen Möbelstück untergebracht waren? Diesen Flair hat Gesa Hansen mit einer angepassten Konstruktion auf das Tivoli-Audio-System zurück gebracht. Das Möbelstück passt sich harmonisch seiner Umgebung an und der lästige Kabelsalat wird dank der klappbaren Rückwand versteckt.

Ein weiteres Möbelstück von Gesa Hansen habe ich bereits hier vorgestellt.



Die Weide als natürliche Barriere. Entworfen hat Paul Ketz Mogli für Boutiquen und den privaten Raum. Die Weiden lassen den Inhalt geheimnisvoll durchschimmern und das Beiseiteschieben der flexiblen Zweige geben Zugriff auf die Kleidern. Mogli ist wie eine Verschmelzung zweier Welten und der Kölner Designer wurde dabei durch die Erzählung von Disney, in der Mogli in die Wildnis des Dschungels gerät, inspiriert. Da die Weidenruten mit der Zeit an Elastizität verlieren, sind sie entnehmbar. Legt man sie in den Regen sind sie wieder für weitere Monate flexibel und einsetzbar.



Daniel Schofield ist ein Designer aus Sheffield, UK und eine seiner Arbeiten habe ich hier bereits vorgestellt. Gelangweilt von scharfkantigen Metallkleiderhaken sah er in dem eiförmigen Buchenholz eine Alternative zum kalten Material. Auch ohne Jacken, Rucksäcke oder Mützen sind Coat Eggs absolute Hingucker. Erhältlich in einem halben Dutzend.